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WG-Vorlagen und Muster: Verträge, Zustimmung, Kaution, Mieterwechsel, Auszug und Hausordnung

WG-Vorlagen und Muster für Wohngemeinschaften: Untermietvertrag, Zustimmung des Vermieters, Mieterwechsel, Kautionsvereinbarung, Auszugsprotokoll, Schlüsselrückgabe, Putzplan, Kostenvereinbarung und Abmahnung verständli…

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WG-Vorlagen und Muster: Verträge, Zustimmung, Kaution, Mieterwechsel, Auszug und Hausordnung

Kurz erklärt: In einer Wohngemeinschaft entstehen viele Probleme nicht durch fehlendes Recht, sondern durch fehlende Nachweise. Wer nur mündlich regelt, wer einzieht, wer die Kaution übernimmt, wer die Miete zahlt oder wer beim Auszug welche Schlüssel zurückgibt, hat im Streitfall ein Beweisproblem. Dieser Ratgeber liefert praxistaugliche Muster für WG-Vertrag, Untervermietung, Zustimmung des Vermieters, Kaution, Mieterwechsel, Auszug, Putzplan, Kostenaufteilung und Abmahnung.

WG-Muster: Wofür Vorlagen wirklich gebraucht werden

Wohngemeinschaften wirken im Alltag oft unkompliziert. Mehrere Personen teilen sich eine Wohnung, die Kosten werden intern verteilt und neue Mitbewohner werden häufig über persönliche Kontakte oder Online-Anzeigen gefunden. Rechtlich ist eine WG aber nur dann übersichtlich, wenn klar ist, wer Vertragspartner ist. Steht eine Person allein im Mietvertrag, kann sie Hauptmieter sein und Zimmer untervermieten. Stehen alle Bewohner gemeinsam im Mietvertrag, tragen sie gegenüber dem Vermieter oft gemeinsame Verantwortung. Hat jeder Bewohner einen eigenen Zimmermietvertrag, bestehen mehrere getrennte Mietverhältnisse.

Die Muster in diesem Ratgeber sind deshalb nach typischen Situationen geordnet. Sie sollen helfen, klare Formulierungen zu finden und die wichtigsten Punkte nicht zu vergessen. Sie ersetzen aber keine Prüfung des Einzelfalls. Besonders bei Kündigung, Räumung, hohen Kautionsbeträgen, Mietrückständen oder Streit mit dem Vermieter sollte rechtlicher Rat eingeholt werden.

Rechtliche Leitplanken: Je nach WG-Situation können insbesondere § 535 BGB, § 540 BGB, § 553 BGB, § 551 BGB, § 546 BGB, § 573c BGB, § 543 BGB und § 569 BGB eine Rolle spielen.

Wichtige Hinweise zur Nutzung der Vorlagen

Eine Vorlage ist nur so gut wie ihre Anpassung. Namen, Anschrift, Zimmer, Beträge, Fristen, Schlüssel, Nebenkosten, Kautionsanteile und Zuständigkeiten müssen konkret eingetragen werden. Platzhalter sollten vor der Unterschrift vollständig ersetzt werden. Außerdem sollte jede Vereinbarung zum richtigen WG-Modell passen.

Vor der Nutzung prüfen:

  • Ist die Person Hauptmieter, Untermieter, Mitmieter oder Zimmermieter?
  • Ist eine Zustimmung des Vermieters erforderlich?
  • Geht es um eine interne Vereinbarung oder um eine Vertragsänderung mit dem Vermieter?
  • Sind Kaution, Nebenkosten und spätere Nachforderungen geregelt?
  • Wird der Zustand des Zimmers mit Fotos und Protokoll dokumentiert?
  • Ist die Schlüsselrückgabe vollständig und beweisbar?

Die Grundlagen erklärt der Ratgeber WG-Mietvertrag: Rechte und Pflichten von Hauptmietern, Untermietern und Mitbewohnern. Für Auszug, Nachmieter und offene Kosten passt ergänzend Auszug aus der WG: Kündigung, Nachmieter, Kaution und Streit um offene Kosten.

Muster: Untermietvertrag für ein WG-Zimmer

Dieses Muster passt, wenn ein Hauptmieter ein Zimmer an einen Untermieter überlässt. Der Untermieter wird dadurch nicht automatisch Vertragspartner des Eigentümers. Vertragspartner bleibt der Hauptmieter. Deshalb müssen Zimmer, Nutzung, Miete, Kaution, Nebenkosten und Kündigung klar geregelt werden.

Muster Untermietvertrag für ein WG-Zimmer

Zwischen [Name Hauptmieter, Anschrift] als Untervermieter und [Name Untermieter, Anschrift] als Untermieter wird folgender Untermietvertrag geschlossen.

1. Mietgegenstand: Vermietet wird das Zimmer [genaue Bezeichnung, Lage, Größe soweit bekannt] in der Wohnung [Adresse]. Der Untermieter darf Küche, Bad, Flur und [weitere Gemeinschaftsflächen] mitbenutzen.

2. Mietbeginn: Das Untermietverhältnis beginnt am [Datum]. Es läuft [unbefristet / befristet bis zum Datum].

3. Miete: Die monatliche Miete beträgt [Betrag] Euro. Darin enthalten sind [Kaltmiete, Betriebskosten, Heizkosten, Strom, Internet, sonstige Kosten]. Die Zahlung erfolgt spätestens bis zum [Tag] eines Monats auf das Konto [Kontodaten].

4. Kaution: Der Untermieter zahlt eine Kaution in Höhe von [Betrag] Euro. Sie sichert Ansprüche aus dem Untermietverhältnis, insbesondere offene Miete, Schäden, fehlende Schlüssel und vereinbarte Nebenkosten.

5. Nutzung: Das Zimmer und die Gemeinschaftsflächen sind pfleglich zu behandeln. Die Hausordnung und berechtigte WG-Regeln sind einzuhalten.

6. Besuch: Besuch ist im üblichen Rahmen zulässig. Eine dauerhafte Aufnahme weiterer Personen bedarf der vorherigen Zustimmung des Untervermieters und, soweit erforderlich, des Vermieters.

7. Übergabe: Bei Einzug und Auszug wird ein Protokoll mit Zustand, Schlüsseln und sichtbaren Schäden erstellt.

8. Kündigung: Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und dem Vertragspartner nachweisbar zugehen. Es gelten die gesetzlichen und vertraglichen Regelungen.

Ort, Datum, Unterschriften

Wichtig: Eine Untervermietung sollte nicht ohne Prüfung der Vermieterzustimmung erfolgen. Der Ratgeber Untermiete in der WG: Wann der Vermieter zustimmen muss erklärt die Voraussetzungen und typischen Fehler.

Muster: Zustimmung des Vermieters zur Aufnahme eines WG-Mitbewohners

Wenn ein neuer Mitbewohner einziehen oder ein Zimmer untervermietet werden soll, sollte der Vermieter schriftlich informiert werden. Die Anfrage sollte sachlich sein und die erforderlichen Angaben enthalten. Zu viele private Details sind nicht nötig, zu wenige Angaben führen aber oft zu Rückfragen.

Muster Antrag auf Zustimmung

Sehr geehrte/r [Name des Vermieters],

ich/wir bitte/n um Zustimmung zur Aufnahme von [Name der Person] als Mitbewohner/in beziehungsweise Untermieter/in in der Wohnung [Adresse]. Die Aufnahme soll ab dem [Datum] erfolgen.

[Name] soll das Zimmer [Bezeichnung] nutzen. Küche, Bad und Flur werden wie bisher gemeinschaftlich genutzt. Eine Überbelegung entsteht dadurch nicht.

Grund der Aufnahme ist [Auszug eines bisherigen Mitbewohners / finanzielle Entlastung / Fortführung der Wohngemeinschaft / sonstiger Grund].

Bitte bestätigen Sie die Zustimmung schriftlich bis zum [Datum]. Falls Sie weitere erforderliche Angaben benötigen, teilen Sie uns dies bitte mit.

Mit freundlichen Grüßen
[Name]

Muster: Vereinbarung zum WG-Mieterwechsel

Beim Mieterwechsel muss sauber getrennt werden: die Zustimmung des Vermieters, die interne Kostenregelung und die Übergabe des Zimmers. Besonders bei gemeinsamen Mietern reicht es nicht, wenn eine neue Person einfach den Platz der alten Person übernimmt. Der Vermieter muss einen Vertragswechsel regelmäßig akzeptieren.

Muster Mieterwechsel-Vereinbarung

Zwischen [Name ausziehende Person], [Name neue Person] und [Namen der verbleibenden Bewohner] wird folgende Vereinbarung getroffen:

1. Auszug: [Name] zieht zum [Datum] aus der Wohnung [Adresse] aus.

2. Einzug: [Name neue Person] soll ab dem [Datum] in die Wohngemeinschaft einziehen und das Zimmer [Bezeichnung] nutzen.

3. Vermieter: Soweit eine Zustimmung oder Vertragsänderung erforderlich ist, wird diese vor dem Einzug eingeholt. Diese interne Vereinbarung ersetzt keine Zustimmung des Vermieters.

4. Mietanteil: Der monatliche Anteil der neuen Person beträgt [Betrag] Euro und umfasst [Miete, Nebenkosten, Strom, Internet].

5. Kaution: Der Kautionsanteil wird wie folgt geregelt: [neue Person zahlt Betrag an ausziehende Person / Zahlung erst nach Zustimmung des Vermieters / Einbehalt bis zur Abrechnung].

6. Alte Forderungen: Forderungen oder Schäden aus der Zeit vor dem Einzug der neuen Person bleiben unberührt, soweit sie nachweisbar sind. Spätere Nebenkosten werden zeitanteilig abgerechnet.

Ort, Datum, Unterschriften

Weitere Details enthält der Ratgeber WG-Kaution richtig regeln: Wer haftet, wer bekommt Geld zurück und was gilt beim Mieterwechsel?.

Muster: Kautionsvereinbarung für WG und Untermiete

Die Kaution sollte immer schriftlich dokumentiert werden. Wichtig ist, an wen gezahlt wurde und aus welchem Vertrag der Rückzahlungsanspruch entsteht. Ein Untermieter verlangt seine Kaution in der Regel vom Hauptmieter zurück. Ein gemeinsamer Mieter braucht bei laufendem Hauptmietvertrag häufig eine interne Lösung.

Muster Kautionsvereinbarung bei Untermiete

Der Untermieter [Name] zahlt an den Untervermieter [Name] für das Zimmer [Bezeichnung] in der Wohnung [Adresse] eine Kaution in Höhe von [Betrag] Euro.

Die Kaution sichert Ansprüche aus dem Untermietverhältnis, insbesondere offene Miete, vereinbarte Nebenkosten, Schäden am Zimmer, fehlende Schlüssel und sonstige berechtigte Forderungen.

Nach Rückgabe des Zimmers wird die Kaution abgerechnet. Ein angemessener Teil darf zurückbehalten werden, soweit konkrete oder absehbare Forderungen bestehen, insbesondere wegen noch offener Nebenkosten.

Ort, Datum, Unterschriften

Muster interner Kautionsausgleich beim WG-Wechsel

[Name neue Person] zahlt an [Name ausziehende Person] einen Betrag in Höhe von [Betrag] Euro als internen Ausgleich für den Kautionsanteil an der Wohnung [Adresse].

Die Zahlung erfolgt unter der Voraussetzung, dass [Name neue Person] wirksam in die WG aufgenommen wird und die erforderliche Zustimmung des Vermieters vorliegt.

Schäden, offene Mieten oder Nebenkosten aus der Zeit vor dem Einzug bleiben unberührt, sofern sie nachweisbar sind. Spätere Abrechnungen werden anteilig nach Wohnzeit und Kostenanteil vorgenommen.

Ort, Datum, Unterschriften

Muster: Interne Kostenvereinbarung für Miete, Strom und Internet

Eine Kostenvereinbarung ist sinnvoll, wenn eine Person die Gesamtmiete, Strom, Gas oder Internet zahlt und die anderen Bewohner intern ausgleichen. Sie sollte klarstellen, wer welchen Betrag bis wann zahlt und wie spätere Nachforderungen verteilt werden.

Muster WG-Kostenvereinbarung

Die Bewohner der Wohnung [Adresse] vereinbaren folgende Kostenaufteilung:

1. Miete: Die monatliche Gesamtmiete beträgt [Betrag] Euro. Die Anteile betragen: [Name] [Betrag] Euro, [Name] [Betrag] Euro, [Name] [Betrag] Euro.

2. Zahlung: Die Mietanteile sind spätestens bis zum [Tag] eines Monats an [Name/Konto] zu zahlen.

3. Strom, Gas und Internet: Die Kosten werden nach [gleichen Anteilen / Zimmergröße / Vereinbarung] verteilt. Vertragspartner des Anbieters ist [Name].

4. Nachzahlungen und Guthaben: Spätere Nachforderungen oder Guthaben werden anteilig nach Wohnzeit und vereinbartem Kostenanteil verteilt.

5. Auszug: Bei Auszug einer Person wird bis zum Auszugsdatum abgerechnet. Offene Beträge sind spätestens bis zum [Datum] auszugleichen.

Ort, Datum, Unterschriften

Muster: WG-Hausordnung, Besuchsregel und Putzplan

Eine interne WG-Hausordnung sollte nicht übergriffig sein, aber die wichtigsten Alltagspflichten regeln. Besonders hilfreich sind klare Regeln zu Ruhezeiten, Besuch, Gemeinschaftsflächen, Reinigung, Schäden und Kommunikation.

Muster interne WG-Hausordnung

Die Bewohner der Wohnung [Adresse] vereinbaren folgende Regeln:

1. Rücksichtnahme: Alle Bewohner nehmen aufeinander, Nachbarn und die Hausordnung des Gebäudes Rücksicht. Ruhezeiten sind einzuhalten.

2. Besuch: Besuch ist im üblichen Rahmen zulässig. Längerer oder sehr häufiger Übernachtungsbesuch ist der WG rechtzeitig mitzuteilen. Bei dauerhafter Aufnahme wird vorher geklärt, ob eine Zustimmung des Vermieters und eine Kostenbeteiligung erforderlich sind.

3. Gemeinschaftsflächen: Küche, Bad, Flur und weitere Gemeinschaftsflächen sind nach Nutzung sauber zu hinterlassen. Persönliche Gegenstände dürfen dort nur nach Absprache dauerhaft gelagert werden.

4. Putzplan: Die Reinigung erfolgt nach folgendem Plan: [Plan einfügen]. Wer verhindert ist, organisiert selbstständig einen Tausch.

5. Schäden: Schäden an Wohnung, Möbeln oder Schlüsseln sind unverzüglich mitzuteilen. Die Beteiligten klären Ursache und Kostenübernahme anhand der vorhandenen Beweise.

6. Konflikte: Konflikte werden zunächst intern angesprochen. Bei wiederholten Pflichtverletzungen erfolgt eine schriftliche Aufforderung.

Ort, Datum, Unterschriften

Muster Putzplan-Kurzvereinbarung

Die WG vereinbart ab dem [Datum] folgenden Putzplan: Küche [Name/Woche], Bad [Name/Woche], Flur [Name/Woche], Müll [Name/Woche], sonstige Aufgaben [Aufteilung].

Die Aufgaben wechseln [wöchentlich / zweiwöchentlich / monatlich]. Wer verhindert ist, sorgt selbst für Ersatz oder Tausch. Grobe Verschmutzungen sind unabhängig vom Plan sofort zu beseitigen.

Ort, Datum, Unterschriften

Bei wiederkehrenden Konflikten hilft der Ratgeber Streit in der Wohngemeinschaft: Lärm, Besuch, Putzplan, Mietzahlung und rechtliche Möglichkeiten.

Muster: Auszugsvereinbarung und Zimmerübergabe

Beim Auszug sollten Vertrag, Geld und Übergabe getrennt geregelt werden. Eine saubere Auszugsvereinbarung verhindert Streit über offene Mietanteile, Nebenkosten, Kaution und Schäden.

Muster Auszugsvereinbarung

[Name] zieht zum [Datum] aus der Wohngemeinschaft in der Wohnung [Adresse] aus.

1. Vertragliche Stellung: [Name] ist [Untermieter / gemeinsamer Mieter / Zimmermieter]. Die erforderliche Kündigung oder Vertragsänderung wird wie folgt geregelt: [Regelung einfügen].

2. Kosten: Miet- und Kostenanteile sind bis einschließlich [Datum] zu zahlen. Offene Beträge betragen aktuell [Betrag] Euro / bestehen nach aktuellem Stand nicht.

3. Kaution: Der Kautionsanteil in Höhe von [Betrag] Euro wird [sofort / nach Prüfung / nach Nebenkostenabrechnung / durch neue Person] ausgeglichen.

4. Nebenkosten: Spätere Nachforderungen oder Guthaben für die Wohnzeit bis zum Auszug werden anteilig nach Wohnzeit und Kostenanteil berücksichtigt.

5. Übergabe: Das Zimmer wird am [Datum] übergeben. Zustand und Schlüssel werden protokolliert.

Ort, Datum, Unterschriften

Muster Zimmerübergabeprotokoll

Wohnung: [Adresse]

Zimmer: [Bezeichnung]

Übergabe am: [Datum, Uhrzeit]

Anwesend: [Namen]

Zustand des Zimmers: [keine sichtbaren Schäden / konkrete Schäden an Wänden, Boden, Fenstern, Türen, Möbeln]

Mitvermietete Gegenstände: [Möbel, Lampen, Vorhänge, sonstige Gegenstände]

Offene Punkte: [Reinigung, Reparatur, fehlende Gegenstände, Kostenklärung]

Fotos: Es wurden Fotos erstellt und den Beteiligten zur Verfügung gestellt.

Ort, Datum, Unterschriften

Muster: Schlüsselrückgabe in der WG

Die Schlüsselrückgabe ist ein eigener Nachweispunkt. Sie sollte nie nur mündlich erfolgen. Dokumentiert werden sollten alle Schlüssel und Zugangsmittel, also auch Briefkasten, Keller, Fahrradraum oder Transponder.

Muster Schlüsselrückgabe

Hiermit wird bestätigt, dass [Name ausziehende Person] am [Datum] folgende Schlüssel und Zugangsmittel zurückgegeben hat:

  • [Anzahl] Wohnungsschlüssel,
  • [Anzahl] Haustürschlüssel,
  • [Anzahl] Briefkastenschlüssel,
  • [Anzahl] Kellerschlüssel,
  • [Anzahl] Transponder oder Chip,
  • sonstige Schlüssel: [Angabe].

Nach Erklärung der ausziehenden Person befinden sich keine weiteren Schlüssel oder Kopien in ihrem Besitz. Fehlende Schlüssel: [keine / genaue Angabe].

Ort, Datum, Unterschriften

Mehr dazu steht im Ratgeber Schlüsselrückgabe nach dem Auszug: Wann die Wohnung wirklich zurückgegeben ist.

Muster: Mahnung und Abmahnung in der WG

Bei offenen Mietanteilen, wiederholtem Lärm oder Pflichtverletzungen sollte nicht nur diskutiert, sondern sachlich dokumentiert werden. Eine Aufforderung oder Abmahnung sollte konkrete Vorfälle benennen und eine klare Frist setzen.

Muster Mahnung wegen offenem Mietanteil

Hallo [Name],

dein Mietanteil für den Monat [Monat/Jahr] in Höhe von [Betrag] Euro war am [Datum] fällig und ist bislang nicht eingegangen.

Bitte überweise den offenen Betrag spätestens bis zum [Datum] auf das bekannte Konto. Falls die Zahlung bereits erfolgt ist, sende bitte einen Zahlungsnachweis.

Viele Grüße
[Name]

Muster Aufforderung wegen Ruhestörung

Hallo [Name],

am [Datum] kam es zwischen [Uhrzeit] und [Uhrzeit] erneut zu erheblicher Ruhestörung durch [Beschreibung]. Bereits am [Datum] hatten wir das Thema angesprochen.

Bitte halte künftig die Ruhezeiten ein und vermeide Störungen, die Mitbewohner oder Nachbarn erheblich beeinträchtigen. Bitte gib bis zum [Datum] Rückmeldung, wie sich Wiederholungen vermeiden lassen.

Viele Grüße
[Name]

Muster Abmahnung im Untermietverhältnis

Sehr geehrte/r [Name],

hiermit mahne ich Sie wegen folgender Pflichtverletzung aus dem Untermietverhältnis ab: [konkrete Beschreibung mit Datum, Uhrzeit und Verhalten].

Die Pflichtverletzung beeinträchtigt die vertragsgemäße Nutzung der Wohnung und/oder den Hausfrieden. Ich fordere Sie auf, dieses Verhalten künftig zu unterlassen und die vertraglichen Pflichten einzuhalten.

Sollte es erneut zu vergleichbaren Pflichtverletzungen kommen, behalte ich mir weitere rechtliche Schritte vor, einschließlich der Prüfung einer Kündigung des Untermietverhältnisses.

Mit freundlichen Grüßen
[Name]

Wichtig: Eine Abmahnung sollte immer konkret, sachlich und nachweisbar sein. Beleidigungen, Drohungen oder pauschale Vorwürfe schwächen die eigene Position. Bei Kündigung oder Räumung sollte rechtlicher Rat eingeholt werden.

FAQ zu WG-Vorlagen und Mustern

Kann eine WG-Vorlage den Mietvertrag ersetzen?

Nein. Interne WG-Vorlagen regeln vor allem das Verhältnis zwischen Bewohnern. Sie ersetzen nicht den Hauptmietvertrag mit dem Vermieter und binden den Vermieter nur, wenn dieser beteiligt ist oder zustimmt.

Muss ein Untermietvertrag schriftlich sein?

Schriftform ist praktisch dringend zu empfehlen. Nur so lassen sich Zimmer, Miethöhe, Kaution, Nebenkosten, Schlüssel und Kündigung später zuverlässig nachweisen.

Reicht eine WhatsApp-Nachricht als Vereinbarung?

Für einfache Organisation kann eine Nachricht helfen. Bei Kaution, Kündigung, Mieterwechsel oder größeren Beträgen ist eine klare schriftliche Vereinbarung mit Datum und Beteiligten deutlich sicherer.

Kann eine interne WG-Vereinbarung einen Mitmieter aus dem Vertrag entlassen?

Nein. Wenn eine Person im Hauptmietvertrag steht, braucht es für die Entlassung regelmäßig eine Vereinbarung mit dem Vermieter. Internes Geldverschieben ersetzt keine Vertragsänderung.

Welche Vorlage ist beim Auszug am wichtigsten?

Wichtig sind Auszugsvereinbarung, Zimmerübergabeprotokoll, Schlüsselrückgabe und Kautionsregelung. Diese Dokumente sichern Zustand, Geld und Rückgabe ab.

Fazit: Gute WG-Muster verhindern teure Missverständnisse

Wohngemeinschaften brauchen keine übertriebene Bürokratie, aber klare Nachweise. Besonders bei Untermiete, Mieterwechsel, Kaution, Auszug, Schlüsselrückgabe, Putzplan und offenen Kosten lohnt sich eine schriftliche Vorlage. Sie schafft Klarheit, bevor aus Alltagsproblemen rechtliche Konflikte werden.

Entscheidend ist immer das richtige WG-Modell. Hauptmieter, Untermieter und gemeinsame Mieter haben unterschiedliche Rechte und Pflichten. Wer diese Rollen sauber trennt und Vereinbarungen schriftlich festhält, schützt sich selbst und die gesamte WG.