Mietrecht Rechner

WG-Kostenrechner

Mit diesem WG-Kostenrechner lassen sich Miete, Nebenkosten, Strom, Internet, Rundfunkbeitrag und gemeinsame Haushaltskosten nachvollziehbar auf mehrere Mitbewohner verteilen. Das Ergebnis zeigt den Gesamtanteil pro Person und trennt zwischen gleich verteilten Kosten, Flächenanteil und individuell abweichenden Beträgen.

Gerade in Wohngemeinschaften entstehen Streitpunkte oft nicht bei der Grundmiete, sondern bei kleineren laufenden Kosten: Lebensmittelkasse, Internetvertrag, Abschläge, Nachzahlungen, Reparaturen oder unterschiedlich große Zimmer. Eine klare Berechnung hilft, Absprachen transparent zu dokumentieren und spätere Diskussionen zu vermeiden.

Hinweis: Der Rechner liefert eine praktische Orientierung für interne WG-Absprachen. Entscheidend bleibt, wer gegenüber Vermieter, Energieversorger oder Vertragspartner tatsächlich verpflichtet ist.

Für ein gutes Ergebnis sollten Sie die monatliche Gesamtmiete, Nebenkosten, weitere Verträge und die Zimmergrößen eintragen. Bei ungleich großen Zimmern ist eine Kombination sinnvoll: Grundkosten nach Personen, Wohnkosten nach Zimmerfläche und individuelle Zusatzkosten nach tatsächlicher Nutzung.

Faire AufteilungDer Rechner unterscheidet zwischen gleichen Kopfanteilen und flächenabhängigen Anteilen. Dadurch lassen sich große und kleine Zimmer besser berücksichtigen.
Gemeinsame KostenStrom, Internet, Rundfunkbeitrag, Haushaltsgeld und sonstige Verträge können zusätzlich in die monatliche WG-Belastung einbezogen werden.
Klare AbsprachenDas Ergebnis eignet sich als Grundlage für eine schriftliche WG-Vereinbarung, besonders bei Hauptmieter-Untervermieter-Konstellationen.

Welche Kosten gehören in eine WG-Berechnung?

Eine WG-Kostenaufteilung sollte nicht nur die Miete enthalten. Für den tatsächlichen monatlichen Anteil sind meist mehrere Kostenarten relevant: Kaltmiete, Betriebskosten, Heizkosten, Strom, Internet, Rundfunkbeitrag, gemeinsame Anschaffungen und gegebenenfalls Haushaltsgeld. Je vollständiger die Kosten erfasst werden, desto weniger Überraschungen entstehen später.

  • Kaltmiete: häufig nach Zimmergröße oder nach einer Mischform aus Zimmergröße und Personenzahl.
  • Nebenkosten: oft nach Personen verteilt, wenn alle Küche, Bad und Gemeinschaftsflächen ähnlich nutzen.
  • Strom und Internet: in vielen WGs einfacher Kopfanteil, außer einzelne Bewohner verursachen deutlich abweichende Kosten.
  • Haushaltsgeld: sinnvoll für Putzmittel, Küchenbedarf, Müllbeutel und kleinere gemeinsame Ausgaben.

Zimmergröße oder Kopfanteil?

Bei deutlich unterschiedlich großen Zimmern wirkt eine reine Verteilung nach Personen schnell unfair. Wer ein großes Zimmer allein nutzt, trägt meist einen höheren Wohnwert. Gemeinschaftskosten wie Internet oder Rundfunkbeitrag hängen dagegen nicht von der Zimmergröße ab und lassen sich meistens gleichmäßig aufteilen.

In der Praxis ist eine Mischrechnung oft am verständlichsten: Die Kaltmiete wird ganz oder teilweise nach Zimmerfläche verteilt, Nebenkosten und gemeinsame Verträge nach Personen. Wichtig ist, dass alle Bewohner dieselbe Logik kennen und Änderungen rechtzeitig besprochen werden.

So nutzen Sie den WG-Kostenrechner

1

Grunddaten eintragen

Anzahl der Bewohner, Zimmergröße und gesamte Zimmerfläche der WG erfassen.

2

Kosten erfassen

Kaltmiete, Nebenkosten, Strom, Internet, Rundfunkbeitrag und Haushaltsgeld eintragen.

3

Methode wählen

Entscheiden, ob die Kaltmiete nach Fläche, Personen oder als Mischmodell verteilt wird.

4

Ergebnis prüfen

Monatsanteil und Einzelpositionen vergleichen und als Grundlage für die WG-Abrechnung nutzen.

KostenartTypische VerteilungHinweis
KaltmieteZimmergröße oder MischmodellBesonders relevant, wenn Zimmer stark unterschiedlich groß sind.
Betriebs- und HeizkostenPersonen oder MietanteilInterne WG-Verteilung kann vom Mietvertrag abweichen.
StromKopfanteilAbweichungen können sinnvoll sein, wenn einzelne Bewohner sehr viel Strom verbrauchen.
InternetKopfanteilMeist gleichmäßig, weil alle denselben Anschluss nutzen können.
RundfunkbeitragKopfanteilFür eine Wohnung fällt grundsätzlich ein Beitrag an, unabhängig von der Bewohnerzahl.
HaushaltsgeldKopfanteilKlare monatliche Pauschalen vermeiden Kleinstabrechnungen.

Beispiel für eine WG-Kostenaufteilung

Eine Drei-Personen-WG zahlt 1.200 Euro Kaltmiete, 360 Euro Nebenkosten, 95 Euro Strom, 45 Euro Internet, 18,36 Euro Rundfunkbeitrag und 90 Euro Haushaltsgeld. Bei einem 18-m²-Zimmer und 55 m² gesamter Zimmerfläche liegt der Kaltmietanteil bei einer Flächenverteilung deutlich höher als bei einem reinen Kopfanteil.

Kaltmiete gesamt1.200 €
Weitere Kosten608,36 €
VerteilungFläche + Kopfanteile

Häufige Fragen zum WG-Kostenrechner

Wie teilt man WG-Kosten fair auf?

Eine faire Aufteilung hängt von der Kostenart ab. Die Kaltmiete kann nach Zimmergröße verteilt werden, während Strom, Internet, Rundfunkbeitrag und Haushaltsgeld häufig nach Personen aufgeteilt werden.

Muss das größte Zimmer immer mehr zahlen?

Nicht zwingend, aber bei deutlich unterschiedlichen Zimmergrößen ist ein höherer Anteil für größere Zimmer naheliegend. Viele WGs wählen eine Mischform, damit auch Gemeinschaftsflächen berücksichtigt werden.

Wer haftet gegenüber dem Vermieter?

Das hängt vom Mietvertrag ab. Stehen alle Bewohner im Mietvertrag, können alle Vertragspartner verpflichtet sein. Gibt es einen Hauptmieter und Untermieter, gelten zusätzlich die jeweiligen Untermietvereinbarungen.

Sollte eine WG die Kosten schriftlich festhalten?

Ja. Eine kurze schriftliche Vereinbarung zu Miete, Nebenkosten, Zahlungsdatum, Nachzahlungen, Auszug und gemeinsamen Anschaffungen verhindert viele spätere Konflikte.

Wie werden Nachzahlungen verteilt?

Nachzahlungen sollten nach derselben Logik verteilt werden wie die laufenden Vorauszahlungen. Bei Bewohnerwechseln ist wichtig, den Zeitraum genau abzugrenzen.

Hinweis: Der WG-Kostenrechner dient der Orientierung für interne Absprachen. Vertragliche Verpflichtungen gegenüber Vermieter, Versorgern oder sonstigen Vertragspartnern richten sich nach den jeweiligen Verträgen.