Glossar

Fristsetzung

Die Fristsetzung ist die ausdrückliche Bestimmung eines Zeitraums, innerhalb dessen eine geschuldete Handlung erbracht werden soll.

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Was ist eine Fristsetzung?

Eine Fristsetzung ist die ausdrückliche Bestimmung eines Zeitraums, innerhalb dessen die andere Partei eine geschuldete Handlung vornehmen soll. Im Mietrecht ist sie oft Voraussetzung dafür, dass weitere Rechte wie Kündigung, Schadensersatz oder Ersatz von Aufwendungen rechtlich sauber geltend gemacht werden können.

Warum ist der Begriff wichtig?

Ohne wirksame Fristsetzung fehlt in vielen Fällen die Grundlage für spätere Schritte. Das gilt besonders bei Pflichtverletzungen, Mängelbeseitigungen oder Leistungsstörungen. Wer diesen Schritt überspringt, baut sich den nächsten Einwand oft gleich selbst.

Was muss die Fristsetzung leisten?

Sie muss klar erkennen lassen, welche Handlung verlangt wird und bis wann sie erfolgen soll. Reine Unmutsbekundungen oder allgemeine Aufforderungen reichen regelmäßig nicht aus. Das Gesetz mag klare Daten nun einmal lieber als wütende Stimmungslagen.

Wo spielt sie praktisch eine Rolle?

Relevant ist die Fristsetzung etwa bei Mängeln, vertragswidrigem Verhalten, Räumungsfragen oder sonstigen Pflichtverletzungen. Je nach Fall kann sie allerdings auch entbehrlich sein, was immer gesondert geprüft werden muss.

Praxis-Hinweis

Fristsetzungen sollten konkret, beweisbar und mit eindeutiger Handlungspflicht formuliert werden. Ein Datum ist meist hilfreicher als jede dramatische Formulierung.