Glossar

Beweislast

Die Beweislast bestimmt, welche Partei im Streitfall die entscheidenden Tatsachen beweisen muss, wenn diese bestritten werden.

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Was ist die Beweislast?

Die Beweislast regelt, welche Partei eine entscheidende Tatsache beweisen muss, wenn sie im Streitfall nicht unstreitig ist. Im Mietrecht ist sie besonders wichtig, weil viele Auseinandersetzungen von Schäden, Mängeln, Zugängen, Zahlungen oder konkreten Abläufen abhängen.

Warum ist der Begriff wichtig?

Die Beweislast entscheidet oft darüber, wer einen Prozess gewinnt oder verliert, wenn der Sachverhalt nicht mehr sicher aufgeklärt werden kann. Gerade deshalb ist sie im Mietalltag nicht nur ein Gerichtsthema, sondern schon bei Dokumentation, Kommunikation und Übergaben von Bedeutung.

Wo tritt das praktisch auf?

Typische Fälle betreffen Wohnungsschäden, Mängelanzeigen, Zugang von Kündigungen, Zahlungen, Schimmelursachen oder die Frage, wer welchen Zustand der Wohnung beweisen kann. Menschen erinnern sich in Streitfällen bekanntlich plötzlich sehr selektiv, Dokumente meist deutlich verlässlicher.

Wie hängt sie mit der Darlegungslast zusammen?

Zunächst müssen Tatsachen überhaupt konkret vorgetragen werden. Danach stellt sich die Frage, wer sie beweisen muss, wenn die andere Seite widerspricht. Darlegungslast und Beweislast greifen also ineinander, sind aber rechtlich nicht dasselbe.

Praxis-Hinweis

Wer mietrechtliche Konflikte vermeiden oder besser führen will, sollte Zustände, Schreiben, Zahlungen und Abläufe möglichst früh dokumentieren. Die Beweislast wirkt oft erst im Prozess, aber vorbereitet wird sie lange vorher.